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COACH IN FOCUS - Sven Piepenbrock (English version below)

  • Writer: COACHINSIDE
    COACHINSIDE
  • May 18
  • 15 min read

Sven Piepenbrock begann seine Trainerkarriere im Nachwuchsbereich des VfL Bochum und Hannover 96, bevor er 2019 den Schritt in den Profifußball wagte. Als Co-Trainer sammelte er anschließend Erfahrungen bei SV Darmstadt 98, FC Schalke 04 und dem 1. FC Kaiserslautern – und arbeitete dabei über zweieinhalb Jahre eng mit Cheftrainer Dimitrios Grammozis zusammen.


Im Interview spricht Piepenbrock über seine klare Spielidee – ballbesitzdominant, pressingintensiv und entscheidungsorientiert –, über den Menschen hinter dem Trainer sowie über seine Ambitionen, langfristig auf höchstem Niveau als Cheftrainer zu arbeiten.


Du beschreibst deinen Spielstil als entscheidungsorientiert, ballbesitzdominant und pressingintensiv — wie hast du diese klare Spielidee über deine verschiedenen Stationen hinweg entwickelt, und welche Erfahrungen oder Einflüsse haben dich dabei am stärksten geprägt?


Sven Piepenbrock: Meine Spielidee hat sich über die Jahre aus vielen unterschiedlichen Erfahrungen entwickelt – durch Trainer, Menschen, Gespräche und natürlich durch die verschiedenen Rollen, die ich im Fußball erleben durfte. Mich haben immer Trainer inspiriert, die Fußball mutig spielen lassen. Fußball mit Intensität, Dynamik und einer klaren Idee. Genau der Fußball, den ich selbst gerne schaue und der mich begeistert. Für mich geht es dabei nicht nur um Ergebnisse. Natürlich wollen wir gewinnen – darum geht es im Leistungssport immer. Aber ich finde auch, dass Fußball Menschen begeistern soll. Dass man gerne zuschaut. Dass man etwas spürt. Ich liebe Mannschaften, die mutig auftreten, Torchancen kreieren, den Ball haben wollen und mit Energie spielen. Ballbesitz bedeutet für mich nicht, den Ball einfach nur laufen zu lassen. Es geht darum, Kontrolle zu haben, den Gegner zu bewegen und im richtigen Moment Dynamik zu erzeugen. Gleichzeitig mag ich diese Gier gegen den Ball – den Moment, wenn eine Mannschaft gemeinsam Druck macht und den Ball sofort zurückholen will. Das muss man fühlen können. Für mich ist Fußball ein Entscheidungsspiel. Permanent entstehen neue Situationen und Spieler müssen Lösungen erkennen. Deshalb glaube ich extrem daran, dass Spieler das Spiel verstehen müssen und innerhalb klarer Prinzipien Freiheit brauchen. Genau dort entstehen Kreativität, Dynamik und Persönlichkeit auf dem Platz. Am Ende bleibt Fußball für mich ein „Players Game“. Nicht der Trainer schießt Tore oder entscheidet Spiele. Die Spieler machen den Unterschied. Meine Aufgabe sehe ich darin, ihnen ein Umfeld zu geben, in dem sie sich wohlfühlen, Verantwortung übernehmen und ihr Potenzial entfalten können. Wenn Spieler mit Freude, Überzeugung und Mut auftreten, entsteht meistens auch guter Fußball. Geprägt haben mich natürlich auch meine Stationen im Profibereich bei SV Darmstadt 98, FC Schalke 04 und 1. FC Kaiserslautern. Dafür bin ich extrem dankbar. Ich durfte dort sportlich viel lernen, aber vor allem menschlich. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, Menschen wirklich zu verstehen. Jeder Spieler ist anders, jeder braucht etwas anderes. Manche brauchen klare Führung, andere Vertrauen, andere Nähe oder auch mal Ruhe. Ich glaube, dass man nur dann wirklich etwas entwickeln kann, wenn Menschen sich akzeptiert und wertgeschätzt fühlen. Vertrauen ist für mich die Basis von allem. Deshalb ist mir das Umfeld extrem wichtig. Menschen müssen gerne zur Arbeit kommen, Verantwortung übernehmen wollen und spüren, dass sie Teil von etwas Gemeinsamen sind. Sehr besonders waren für mich auch die zwei Wochen, in denen ich coronabedingt als Cheftrainer übernehmen durfte. Diese Zeit hat mir viel gegeben. Ich habe gemerkt, wie sehr mir diese Verantwortung Freude macht. Nicht wegen der Position, sondern wegen der täglichen Arbeit mit dem Staff und der Mannschaft. Gemeinsam Lösungen finden, Entscheidungen treffen, Energie erzeugen – das hat sich für mich einfach richtig angefühlt. Auch meine Erfahrungen in England haben mich geprägt. Vor allem die Gespräche mit ehemaligen Spielern und Trainern. Dort ging es oft weniger um Taktiktafeln, sondern mehr um Führung, Kultur und darum, wie man Menschen erreicht. Das hat meinen Blick auf Fußball stark beeinflusst. Genauso wichtig war meine Zeit im Nachwuchsbereich. Dort habe ich gelernt, wie entscheidend Entwicklung und tägliche Detailarbeit sind. Besonders viel habe ich von Michael Tarnat gelernt – vor allem im Umgang mit Menschen und darin, wie wichtig ein klares Umfeld für nachhaltige Entwicklung ist. Am Ende bleibt Fußball für mich trotz aller Analyse und Entwicklung etwas sehr Einfaches: Leidenschaft, Emotionen, Mut und die Freude daran, gemeinsam Fußball zu spielen, den Ball haben zu wollen und Tore zu erzielen.


Der Torwart spielt in deinem System eine zentrale Rolle im Spielaufbau — wie gehst du damit um, wenn ein Torwart dieses Profil nicht mitbringt, und wie entwickelst du Spieler gezielt für die Anforderungen deines Systems?


Sven Piepenbrock: Der Torwart spielt in meiner Art Fußball zu spielen eine extrem wichtige Rolle. Er ist nicht nur dafür da, Bälle zu halten, sondern ein zentraler Teil unserer Spieleröffnung und unseres gesamten Spielrhythmus. Gerade im Aufbau gibt er uns Kontrolle, Ruhe und Stabilität. Gleichzeitig ist er wichtig für unsere Restverteidigung und durch seine Kommunikation oft derjenige, der der Mannschaft Orientierung geben kann, weil er das Spiel komplett vor sich hat. Trotzdem glaube ich nicht daran, Spieler nur danach zu bewerten, was sie vielleicht noch nicht perfekt können. Für mich geht es vielmehr darum zu erkennen, welches Potenzial in einem Spieler steckt und wie man ihm helfen kann, sich weiterzuentwickeln. Wenn ein Torwart bestimmte Anforderungen meines Spiels noch nicht komplett erfüllt, versuche ich zuerst zu verstehen, was er braucht. Wo liegen seine Stärken? Wo fühlt er sich sicher? Wo braucht er Unterstützung? Jeder Spieler entwickelt sich unterschiedlich und bringt nicht nur sportlich, sondern auch menschlich und kulturell unterschiedliche Hintergründe mit. Genau deshalb sind Vertrauen, Kommunikation und individuelle Arbeit für mich so wichtig. Gerade im heutigen Fußball arbeiten wir mit Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen, mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, Erfahrungen und Sichtweisen auf Fußball und Leben. Ich finde es extrem wichtig, offen dafür zu sein und den Menschen hinter dem Spieler kennenzulernen. Denn nur wenn man versteht, wie ein Spieler denkt, fühlt und wahrnimmt, kann man ihn wirklich erreichen und ihm helfen, sein Potenzial auszuschöpfen. Gleichzeitig glaube ich aber auch, dass eine Mannschaft klare Prinzipien braucht. Prinzipien sorgen für Orientierung und für ein gemeinsames Verständnis davon, wie wir Fußball spielen und wie wir uns als Team verhalten wollen. Sie geben Spielern Sicherheit und gleichzeitig die Freiheit, eigenständig Entscheidungen zu treffen. Genau daraus entsteht für mich eine gute Balance zwischen Struktur und Kreativität. Entwicklung entsteht für mich nicht nur über Trainingseinheiten. Natürlich muss Training so aufgebaut sein, dass es die Situationen widerspiegelt, die später im Spiel auftreten. Spieler müssen Wiederholungen bekommen und Lösungen unter Druck erleben. Aber genauso wichtig ist das Verständnis dahinter. Über Gespräche, Videoanalyse und gemeinsame Reflexion muss der Spieler verstehen, warum bestimmte Abläufe wichtig sind und welchen Einfluss seine Entscheidungen auf die gesamte Mannschaft haben – im Aufbau genauso wie in Umschaltmomenten oder in der Absicherung. Wie ich schon gesagt habe: Fußball ist für mich ein Entscheidungsspiel. Deshalb möchte ich Spieler dahin bringen, Situationen selbst zu erkennen und eigenständig Lösungen zu finden. Genau daraus entstehen Dynamik, Kontrolle und auch Freiheit im Spiel. Gleichzeitig bin ich niemand, der Dinge dogmatisch erzwingen will. Natürlich habe ich klare Prinzipien und eine klare Idee davon, wie ich Fußball spielen lassen möchte. Aber ich muss auch die Realität, die Spielerprofile und den Entwicklungsstand einer Mannschaft berücksichtigen. Entwicklung braucht Zeit, Vertrauen und Geduld. Am Ende geht es immer darum, die Stärken der Spieler hervorzuheben und sie in eine Struktur einzubinden, in der sie ihr volles Potenzial entfalten können. Denn Fußball bleibt für mich ein ‚Players Game‘. Die Spieler stehen im Mittelpunkt – und genau darin sehe ich die wichtigste Aufgabe eines Trainers.


Du hast deine Karriere in den Nachwuchsabteilungen von VfL Bochum und Hannover 96 begonnen und dich von dort über verschiedene Stationen bis in den Profifußball als Co-Trainer entwickelt — siehst du dich langfristig in dieser Rolle oder strebst du den Schritt zum Cheftrainer an, und in welchem Umfeld oder welcher Liga kannst du dir das für die Zukunft vorstellen?


Sven Piepenbrock: Für mich ist entscheidend, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem Entwicklung möglich ist – für die Spieler, den Staff, den gesamten Verein, aber auch für mich persönlich. Ich glaube, dass nachhaltiger Erfolg immer dort entsteht, wo Menschen gemeinsam wachsen, Vertrauen spüren und jeden Tag mit Überzeugung an einer klaren Idee arbeiten. Ich möchte durch meine Persönlichkeit und meine Art zu arbeiten einen positiven Einfluss auf ein Umfeld haben. Nicht nur auf die Mannschaft, sondern auf die tägliche Kultur innerhalb eines Vereins. Entwicklung muss spürbar sein. Menschen müssen merken, dass ihre Arbeit Sinn hat, dass Fortschritt möglich ist und dass jeder Verantwortung für das große Ganze übernimmt. Ich bin überzeugt davon, dass ich ein sehr guter Co-Trainer sein kann. Ich bringe mich komplett in gemeinsame Prozesse ein, arbeite loyal, verlässlich und mit voller Energie für das gemeinsame Ziel. Für mich bedeutet diese Rolle aber nicht, einfach nur zuzuarbeiten. Ein Co-Trainer muss Verantwortung übernehmen, ehrlich sein dürfen und mit seiner eigenen Qualität einen echten Einfluss auf die Entwicklung einer Mannschaft haben. Gerade auf diesem Niveau ist es extrem wichtig, dass es zwischenmenschlich passt. Menschen spüren sofort, ob Vertrauen, Offenheit und gemeinsame Leidenschaft vorhanden sind. Genau daraus entsteht diese Energie, die man später auch auf dem Platz sieht. So stelle ich mir Zusammenarbeit im Staff generell vor: Jeder soll Verantwortung in den Bereichen übernehmen, in denen er stark ist. Jeder soll sich entwickeln können und das Gefühl haben, ein wichtiger Teil des Ganzen zu sein. Nur dann entstehen echte Wertschätzung und auch die Bereitschaft, jeden Tag maximal zu investieren. Ich möchte selbst nie aufhören zu lernen. Verantwortung zu übernehmen, Einfluss zu haben und dabei täglich dazuzulernen – genau das reizt mich an diesem Beruf. Natürlich habe ich auch die Ambition, irgendwann als Cheftrainer auf höchstem Niveau zu arbeiten. Die zwei Wochen, in denen ich diese Rolle übernehmen durfte, haben mir gezeigt, wie viel Freude mir diese Verantwortung macht. Nicht wegen der Position selbst, sondern wegen des Gefühls, gemeinsam mit Menschen an einer Idee zu arbeiten, Entscheidungen zu treffen und eine Mannschaft zu führen. Das hat mir eher Energie gegeben, als Druck erzeugt. Trotzdem weiß ich, dass man im Fußball alleine nichts erreicht. Ich sehe mich absolut als Teamplayer. Große Dinge entstehen nur dann, wenn Menschen gemeinsam arbeiten, sich gegenseitig vertrauen und ihre Qualität in den Dienst der Mannschaft stellen. Deshalb war es mir nie wichtig, mich selbst in den Vordergrund zu stellen. Natürlich träume ich davon, irgendwann auf höchstem Niveau zu arbeiten und mich mit den Besten zu messen. Ich glaube, dass man große Ziele und große Träume braucht, wenn man diesen Beruf ausübt. Gleichzeitig braucht es Demut und Realismus, weil im Fußball viele Dinge zusammenkommen müssen. Was ich beeinflussen kann, ist meine tägliche Haltung: lernen zu wollen, maximal zu investieren und Menschen dabei zu helfen, die Potenziale auszuschöpfen, die in ihnen stecken. Genau darin sehe ich meine Verantwortung als Trainer. Was darüber hinaus geschieht, wird man dann sehen, wenn es soweit ist. Ich bin vollkommen überzeugt von der Art und Weise, wie ich Fußball spielen lassen möchte – mutig, intensiv, emotional und mit einer klaren Idee. Und ich glaube fest daran, dass dann, wenn Verein, Trainer und Mannschaft wirklich zusammenpassen, etwas entstehen kann, das Menschen begeistert und nachhaltig erfolgreich macht. Denn am Ende geht es im Fußball trotz aller Analyse und aller Systeme immer noch um Menschen, die gemeinsam an etwas glauben und Freude daran haben, jeden Tag alles dafür zu investieren. Und bestmöglich, soll diese Freude auch alle Menschen und Fans drum herum erreichen und sich vermehren.



Vielen Dank, Sven, für deine Zeit!


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Sven Piepenbrock began his coaching career in the youth academies of VfL Bochum and Hannover 96 before making the move into professional football in 2019. As an assistant coach, he went on to gain experience at SV Darmstadt 98, FC Schalke 04, and 1. FC Kaiserslautern — working closely alongside head coach Dimitrios Grammozis for over two and a half years.


In this interview, Piepenbrock discusses his clear footballing philosophy — possession-dominant, pressing-intensive, and decision-oriented — the person behind the coach, and his ambitions to work at the highest level as a head coach in the long term.


You describe your style of play as decision-oriented, possession-dominant, and pressing-intensive — how have you developed this clear footballing identity across your various stops, and which experiences or influences have shaped you most?


Sven Piepenbrock: My footballing philosophy has developed over the years through a wide variety of experiences — through coaches, people, conversations, and of course through the different roles I've been fortunate enough to occupy in football. I've always been inspired by coaches who allow their teams to play with courage. Football with intensity, dynamism, and a clear idea. Exactly the kind of football I enjoy watching myself — the kind that excites me. For me, it's not just about results. Of course we want to win — that's always the goal in competitive sport. But I also believe football should inspire people. That you want to watch. That you feel something. I love teams that play boldly, create chances, want the ball, and play with energy. Possession, for me, doesn't mean simply recycling the ball. It's about having control, moving the opponent, and generating momentum at the right moment. At the same time, I love that hunger without the ball — the moment when a team presses together and immediately wants to win it back. You have to be able to feel that. For me, football is a decision-making game. New situations emerge constantly, and players must recognise solutions. That's why I firmly believe players need to understand the game and have freedom within clear principles. That's exactly where creativity, dynamism, and personality on the pitch are born. Ultimately, football remains a players' game. It's not the coach who scores goals or decides matches — the players make the difference. My role, as I see it, is to create an environment in which they feel comfortable, take responsibility, and can fulfil their potential. When players perform with joy, conviction, and courage, good football usually follows. My time in professional football at SV Darmstadt 98, FC Schalke 04, and 1. FC Kaiserslautern has shaped me enormously — and I'm incredibly grateful for that. I was able to learn a great deal there, not only in footballing terms but above all on a human level. That time showed me how important it is to truly understand people. Every player is different; every player needs something different. Some need clear leadership, others need trust, others need closeness — or sometimes just space. I believe you can only truly develop people when they feel accepted and valued. Trust, for me, is the foundation of everything. That's why the environment matters so much to me. People need to enjoy coming to work, want to take responsibility, and feel that they're part of something shared. Particularly special were the two weeks when I stepped in as head coach due to Covid. That period gave me a great deal. I realised how much that responsibility energised me — not because of the title, but because of the daily work with the staff and the squad. Finding solutions together, making decisions, generating energy — it just felt right. My experiences in England also left a mark on me, especially the conversations with former players and coaches. The focus was less on tactics boards and more on leadership, culture, and how to reach people. That profoundly influenced my view of football. Equally important was my time in youth development, where I learned how decisive individual progress and daily attention to detail really are. I learned a great deal from Michael Tarnat in particular — especially in terms of dealing with people and understanding how crucial a clear environment is for sustainable development. In the end, despite all the analysis and development work, football remains something very simple to me: passion, emotion, courage, and the joy of playing together, wanting the ball, and scoring goals.


The goalkeeper plays a central role in your build-up play — how do you handle situations where a goalkeeper doesn't match that profile, and how do you develop players specifically for the demands of your system?


Sven Piepenbrock: In the way I want to play football, the goalkeeper is an extremely important figure. He's not there simply to make saves — he's a central part of how we initiate play and how we establish our overall rhythm. Particularly in build-up, he provides us with control, composure, and stability. At the same time, he's vital to our defensive cover and, through his communication, is often the one who gives the team its orientation — because he sees the entire game in front of him. That said, I don't believe in evaluating players purely on what they haven't yet mastered. For me, it's about recognising the potential within a player and helping him develop. If a goalkeeper doesn't yet fully meet the demands of my system, I first try to understand what he needs. Where are his strengths? Where does he feel confident? Where does he need support? Every player develops differently and brings not only different footballing qualities but also different human and cultural backgrounds. That's precisely why trust, communication, and individual work are so important to me. In today's football, we work with people from a wide range of cultures, personalities, experiences, and perspectives on the game and on life. I think it's essential to be open to that — to get to know the person behind the player. Because only when you understand how a player thinks, feels, and perceives the world can you truly reach him and help him unlock his potential. At the same time, I firmly believe a team needs clear principles. Principles provide orientation and a shared understanding of how we want to play and how we want to behave as a team. They give players security while also granting them the freedom to make independent decisions. That balance between structure and creativity is, for me, what good football looks like. Development doesn't happen through training sessions alone. Of course, training must be structured in a way that reflects the situations players will encounter in matches — they need repetition and must experience decision-making under pressure. But understanding is just as important. Through conversations, video analysis, and shared reflection, players must understand why certain patterns matter and what impact their decisions have on the whole team — in build-up play just as much as in transition moments or in defensive cover. As I've said: football is a decision-making game. My goal is to bring players to a point where they can read situations themselves and find their own solutions. That's where dynamism, control, and freedom in the game are born. At the same time, I'm not someone who wants to impose things dogmatically. I have clear principles and a clear idea of how I want my team to play — but I also have to account for reality: the player profiles and the developmental stage of the squad. Development takes time, trust, and patience.

In the end, it always comes down to highlighting players' strengths and embedding them in a structure where they can fully realise their potential. Because football, for me, remains a players' game. The players are at the centre — and that, I believe, is a coach's most important task.


You began your career in the youth academies of VfL Bochum and Hannover 96 and worked your way through various positions into professional football as an assistant coach — do you see yourself remaining in that role long-term, or are you aiming to make the step to head coach, and in what kind of environment or league could you envision that happening?


Sven Piepenbrock: What matters most to me is working in an environment where development is possible — for the players, the staff, the club as a whole, and for me personally. I believe sustainable success always emerges where people grow together, feel trust, and work every day with conviction towards a clear idea. I want to have a positive influence on an environment through my personality and the way I work — not just on the team, but on the daily culture within a club. Development must be tangible. People need to feel that their work has meaning, that progress is possible, and that everyone takes responsibility for the bigger picture. I'm convinced I can be a very good assistant coach. I commit myself fully to shared processes, work with loyalty, reliability, and full energy towards a common goal. But for me, that role doesn't simply mean supporting from the sidelines. An assistant coach must take responsibility, be allowed to be honest, and have a real impact on the team's development through his own quality. At this level, the human element is absolutely crucial. People immediately sense whether trust, openness, and shared passion are present — and that's exactly what generates the energy you later see on the pitch. That's how I envision staff collaboration in general: everyone takes responsibility in the areas where they're strongest, everyone can develop, and everyone feels like a meaningful part of the whole. Only then do genuine appreciation and the willingness to invest fully every day emerge. I never want to stop learning. Taking responsibility, having an influence, and continuing to grow every day — that's what draws me to this profession. And yes, I do have the ambition to work as a head coach at the highest level one day. The two weeks in which I had the chance to take on that role showed me how much joy that responsibility gives me — not because of the position itself, but because of the feeling of working with people on a shared idea, making decisions, and leading a team. It gave me energy rather than creating pressure. That said, I know that in football you achieve nothing alone. I see myself very much as a team player. Great things only happen when people work together, trust each other, and put their qualities at the service of the team. That's why putting myself in the spotlight has never been important to me. Of course I dream of working at the highest level one day and measuring myself against the best. I believe you need big goals and big dreams in this profession. At the same time, humility and realism are essential, because in football many things have to come together at once. What I can influence is my daily attitude: the desire to keep learning, to invest fully, and to help people unlock the potential that lies within them. That's where I see my responsibility as a coach. What comes beyond that — we'll see when the time comes. I'm completely convinced of the way I want my teams to play: boldly, intensely, emotionally, and with a clear idea. And I firmly believe that when a club, a coach, and a squad truly come together, something can emerge that genuinely inspires people and creates lasting success. Because in the end, despite all the analysis and all the systems, football is still about people who believe in something together and take joy in giving everything for it every single day. And ideally, that joy should reach — and multiply — among all the people and fans around them.



Thank you very much, Sven, for your time!


 
 
 

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