top of page
Search

COACH IN FOCUS - UWE GOSPODAREK (English version below)

  • Writer: COACHINSIDE
    COACHINSIDE
  • Mar 30
  • 5 min read

Uwe Gospodarek ist ein erfahrener Torwarttrainer, der zuletzt beim 1. FC Köln tätig war und zuvor unter anderem beim VfB Stuttgart, im Nachwuchsbereich des FC Bayern München sowie beim Deutscher Fußball-Bund in der U21-Nationalmannschaft arbeitete. Im Laufe seiner Karriere sammelte er umfangreiche Erfahrungen in unterschiedlichen Strukturen des Profi- und Nachwuchsfußballs und arbeitete dabei mit renommierten Trainern wie Hermann Gerland, Horst Hrubesch, Tim Walter und Steffen Baumgart zusammen.


Im Interview spricht Gospodarek unter anderem über die gestiegenen fußballerischen Anforderungen an Torhüter im modernen Spiel sowie über den gezielten Einsatz von Leistungsdaten zur Unterstützung seiner Wahrnehmung im Trainings- und Spielkontext.


Wie hat sich die Rolle des Torhüters im modernen Fußball im Laufe deiner Trainerkarriere verändert? Welche Fähigkeiten sind heute für einen Torwart unverzichtbar geworden, die zu Beginn deiner Trainertätigkeit noch eine deutlich geringere Rolle gespielt haben?


UWE GOSPODAREK: Wenn man rückblickend seit Beginn meiner Trainerkarriere, die 2010 begonnen hat, darauf schaut, liegt heute deutlich mehr Wert auf den fußballerischen Bereich des Torhüters. Es wird sehr viel von ihm verlangt, und das auf einem sehr komplexen Niveau. Das bedeutet, dass er neben seinen klassischen Torwartfähigkeiten auch fußballerische Fähigkeiten mitbringen muss. Dazu gehört, wenn man es perfekt machen will, auch beidfüßig zu sein. Du brauchst ein sehr gutes Positionsspiel und eine sehr gute Entscheidungsfindung und deshalb musst du im Training sehr spielnahe Situationen einbauen, um diese Entscheidungen dann im Spiel auch genau zu diesem Zeitpunkt abrufen zu können. Nichtsdestotrotz steht weiterhin das eigentliche Torwartspiel, also die Torverteidigung, im Vordergrund. Aber wie gesagt: Im Laufe der Zeit ist das fußballerische Element unverzichtbar geworden.


Welche Leistungsdaten und analytischen Werte nutzt du heute im Torwarttraining, um die Entwicklung deiner Keeper objektiv zu bewerten? Wie gelingt es dir, diese Daten sinnvoll mit dem Spielgefühl und der individuellen Wahrnehmung eines Torhüters in Einklang zu bringen?


UWE GOSPODAREK: Natürlich nutze ich die X-Werte und die Leistungsdaten, um die Performance des Torhüters zu überprüfen. Letztendlich bestätigen diese Daten jedoch nur das, was ich ohnehin auf dem Spielfeld oder im Training sehe. Mit einem guten Auge erkennt man direkt, wo sich ein Spieler verbessert oder verschlechtert hat. Die Daten geben einem lediglich die Gewissheit, ob man richtig oder falsch liegt. Gleichzeitig ist es wichtig, dem Torhüter zu zeigen: „Schau, hier hast du dich verbessert, hier hast du dich verschlechtert.“ Dabei geht es nicht nur um die visuelle Wahrnehmung, sondern auch um die Darstellung anhand der Daten. So lässt sich die Entwicklung eines Torhüters sehr gut nachvollziehen und erkennen.


Du hast in deiner Laufbahn unter anderem beim DFB und im Nachwuchsbereich des FC Bayern München sowie bei Vereinen wie dem VfB Stuttgart und dem 1. FC Köln gearbeitet. Welche dieser Stationen hat deine Philosophie als Torwarttrainer am stärksten geprägt? Gab es eine bestimmte Erfahrung oder Zusammenarbeit aus dieser Zeit, die deinen Blick auf die Ausbildung von Torhütern nachhaltig verändert hat?


UWE GOSPODAREK: Letztendlich sollte die Philosophie eines Torwarttrainers darin bestehen, einen sehr vielseitigen Torhüter auszubilden, der in der Lage ist, alle Systeme zu spielen – das wäre das ideale Szenario. Ich habe natürlich bei meinen verschiedenen Vereinen mit unterschiedlichen Trainern gearbeitet, bei denen die Torhüter mal stärker und mal weniger stark in den Spielaufbau einbezogen wurden. Deshalb ist es sehr schwierig zu sagen, wer mich besonders geprägt hat, denn die Ausbildung eines Torhüters ist äußerst umfangreich. Am besten deckt sie alle Bereiche ab, damit sich der Spieler optimal an die Spielphilosophie des Vereins oder des Trainers anpassen kann.



Vielen Dank, Uwe, für deine Zeit!


-----------------------------------------------------------------------------------------------------------


Uwe Gospodarek is an experienced goalkeeping coach who most recently worked at 1. FC Köln. Over the course of his career, he has also held positions at VfB Stuttgart, in the youth academy of FC Bayern Munich, and with the German Football Association (DFB) as part of the U21 national team setup. Throughout these roles, he has gained extensive experience across both professional and youth football structures, working alongside renowned coaches such as Hermann Gerland, Horst Hrubesch, Tim Walter, and Steffen Baumgart.


In this interview, Gospodarek discusses the increasing technical demands placed on modern goalkeepers, as well as the targeted use of performance data to support his observations in both training and match situations.


How has the role of the goalkeeper in modern football changed over the course of your coaching career? Which skills have become indispensable today that played a much smaller role when you first started coaching?


UWE GOSPODAREK: Looking back at the start of my coaching career in 2010, there is now a much greater emphasis on the goalkeeper’s footballing ability. A lot is demanded of them, and at a very complex level. This means that, in addition to their traditional goalkeeping skills, they must also possess strong outfield abilities. Ideally, they should be comfortable playing with both feet.

You also need excellent positioning and decision-making, which is why it’s important to integrate game-realistic situations into training. This allows goalkeepers to make the right decisions instinctively at the right moments during matches. That said, the core responsibility—defending the goal—remains the priority. But over time, the footballing aspect has become absolutely essential.


Which performance data and analytical metrics do you use in goalkeeper training today to objectively evaluate your players’ development? How do you balance this data with a goalkeeper’s intuition and individual perception?


UWE GOSPODAREK: Of course, I use expected values and performance data to assess a goalkeeper’s performance. In the end, however, these figures mainly confirm what I already observe on the pitch or in training. With a trained eye, you can quickly recognize whether a player has improved or declined. The data simply provides reassurance—whether your assessment is correct or not. At the same time, it’s important to communicate this clearly to the goalkeeper: “Look, you’ve improved here, and here you’ve regressed.” It’s not just about visual observation, but also about illustrating development through data. This makes a goalkeeper’s progress much easier to track and understand.


During your career, you’ve worked with the DFB, in Bayern Munich’s youth academy, and at clubs such as Stuttgart and Köln. Which of these experiences shaped your philosophy as a goalkeeping coach the most? Was there a particular moment or collaboration that had a lasting impact on your approach?


UWE GOSPODAREK: Ultimately, the philosophy of a goalkeeping coach should be to develop a highly versatile goalkeeper who is capable of playing in any system—that would be the ideal scenario. Throughout my career, I’ve worked with different coaches at various clubs, where goalkeepers were sometimes more, sometimes less involved in the build-up play. That’s why it’s difficult to single out one specific influence. Goalkeeper development is extremely comprehensive, and ideally, it should cover all areas so that the player can adapt perfectly to the philosophy of the club or the head coach.


Thank you very much for your time, Uwe!


 
 
 

Comments


Logo Männ.001.png

COACHINSIDE 

We deliver coach performance. 

COACHINSIDE // NV SportsConsult GmbH

Email: 

Address: 

  • LinkedIn

Widenmayerstr. 28, 80538 München 

  • YouTube
  • Instagram
Kopie von Datenbild Wix Blog (2).png

NEWSLETTER

Sign up to receive COACHINSIDE news and updates.

Subscribe to our newsletter • Don’t miss out!

© 2024 COACHINSIDE

  • LinkedIn
  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram
bottom of page